Schülerprojekt Bevölkerungsentwicklung ischofsheim a.d.Rhön
Grundlage der Prognose sind Berechnungen von Herrn Dr. Gottwald. Die Schüler aus dem Informatikkurs erläutern die Vorgehensweise bei der Berechnung der Prognosen und interpretieren die “nackten” Zahlen.
Als Basis dienen die Zahlen des Einwohnermeldeamtes. Aus den jährlichen Zuzügen, Wegzügen und Sterbefällen errechnet sich die sog. Wanderbewegungszahl. Damit können relativ genaue Vorhersagen (Abweichungen sind in der Regel unter 1 %) getroffen werden.
Bei der Ermittlung der Geburtenquote werden nur die Frauen im gebärfähigen Alter zwischen 15 und 45 Jahren betrachtet und damit genauere Prognosen erzielt.
So wurde für Bischofsheim im Jahr 2008 eine Geburtenquote von 4,03 ermittelt, die sowohl unter dem Bundes- als auch unter dem bayerischen Durchschnitt liegt. Die Geburtenquote ist rückläufig und betrug im Zeitraum 2003 bis 2007 noch 4,17. Für die Jahre 2004 bis 2008 errechnet sich ein Durchschnittswert von 3,91, der für den Prognosezeitraum 2009 bis 2030 zu Grunde gelegt wird.
Der Anteil der eigenen Altersklasse, nämlich der 15-Jährigen im Jahr 2008 und der voraussichtliche Anteil der dann 37-Jährigen im Jahr 2030, interessierte unsere Schüler besonders: Im Jahr 2008 entsprach ihr Anteil an der Bevölkerung von Bischofheim in etwa der Altersgruppe der 65-70-Jährigen. Die 45-Jährigen stellten den größten Anteil an der Bevölkerung. Im Jahr 2030 wird die Altersgruppe unserer Schüler “in der Lebensmitte” unter dem Anteil der Bevölkerung im Alter zwischen 65 und 70 Jahren liegen. Das hat zur Folge, dass jeder unserer Schüler, statistisch gesehen, im Alter von 40 Jahren für mehr als einen Rentner sorgen muss.
Der steigende Anteil der älteren Menschen an der Gesamtbevölkerung führt in der Folge zu steigender Nachfrage nach Alten- und Pflegeheimen, Krankenhäusern und Kureinrichtungen.
Der Bedarf an Kindergärten und Schulen wird demgegenüber sinken, da z.B. lt. Prognose für das Jahr 2030 die Zahl der Kinder im Vorschulbereich um 19,4 % und die der Schulbevölkerung um 44,4% gegenüber 2008 zurückgehen wird.
Die damit einhergehenden Probleme stellen sich jedoch nicht nur für Bischofsheim a.d.Rhön. Vergleiche mit Bayern und Deutschland zeigen, dass Bischofsheim im allgemeinen Trend liegt.
Bürgermeister Baumann und die Stadtratsmitglieder waren beeindruckt von der Präsentation. Herr Baumann dankte den Schülern und versprach, dass auch für die anderen Mitgliedsgemeinden im Schulverband entsprechende Prognosen erstellt werden.
